Unsere Konzeption

Die Konzeption, alsGrundlage unserer Arbeit, ist uns Leitfaden und Orientierungshilfe und soll unsere Arbeit transparent und nachvollziehbar machen. Sie ist und bleibt lebendig, denn durch Erfahrungen und das Überdenken der Arbeitsweise, können Veränderungen und Erweiterungen vorgenommen werden. Wir sind offen für neue Ideen und Anregungen und bereit dazu, unsere Arbeit immer wieder zu evaluieren, sodass wir Ihnen und ihren Kindern eine qualitativ gutes Betreuungs-, Erziehungs- und Bildungsangebot anbieten können.

Bildungsauftrag

Durch ein ganzheitliches Bildungs-, Erziehungs-, Betreuungs- und Versorgungsangebot fördern wir die Entwicklung der Kinder zu einer eigenverantwortlichen und gemeinschaftsfähigen Persönlichkeit (§ 1 Abs. 1 SGB VIII). Somit erfüllen wir den gesetzlichen Bildungsauftrag, nach § 22 Abs. 3 des Achten Buches Sozialgesetzbuch – Kinder- und Jugendhilfe (SGB VIII). Auf Grundlage der christlichen Pädagogik, welche ein umfassender und beständiger Maßstab für die Erziehung ist, beziehen wir die Bildungs-und Entwicklungsfelder des Orientierungsplans, für Bildung und Erziehung in baden-württembergischen Kindergarteneinrichtungen, in unsere Arbeit mit ein. In alle Bildungsbereiche, wirkt unser konzeptioneller Schwerpunkt "Musik" mit hinein.

Partizipation

Grundprinzipien einer kindergerechten Elementarpädagogik wie Partizipation, Inklusion, die wertschätzende Anerkennung von Unterschiedlichkeit und die konsequente Orientierung an den Bedürfnissen eines jeden Kindes sind grundlegend für unsere pädagogische Arbeit. Jeder ist wichtig, jeder wird gesehen und in die Gestaltung des Kita-Alltags mit einbezogen. In den vielen Begegnungen und Gesprächen im Alltag mit den Kindern nehmen wir die Meinung des Kindes, ihrer Wünsche und ihrer Anliegen ernst. Dadurch weiß sich das Kind auf diesem Wege wertgeschätzt, was sich stärkend auf die Eigenverantwortung des Kindes auswirkt. Es erlebt Ernstgenommen sein, Zutrauen und Entscheidungsfreiheit. Und das in dem Rahmen, wie es sich zu seinem Wohl und dem Wohl der Gemeinschaft vereinbaren lässt.  

Glaube

Unsere Basis orientiert sich an christlichen Werten und dem biblischen Menschen- und Gottesbild, nach dem wir jedes Kind als ein wertvolles und geliebtes Geschöpf Gottes wahrnehmen. Gemeinsam wollen wir den Glauben im Alltag leben erfahren und darüber Sicherheit und Geborgenheit vermitteln. Unsere christlich orientierte Pädagogik geht davon aus, dass das Kind als Ebenbild Gottes geschaffen ist. Auf dieser Grundlage und vom biblischen Menschenbild ausgehend orientieren wir uns an diesen Erziehungszielen:
- eigenverantwortliche Persönlichkeit
- Nächstenliebe, Toleranz, Hilfsbereitschaft und Rücksichtnahme
- Gemeinschafts-und Beziehungsfähigkeit
- Umweltbewusstsein und Naturverständnis
- Lernbereitschaft und Durchhaltevermögen
- Denkvermögen
- Kreativität
- Körperlichkeit
- Emotionalität
- Integriertheit (der Bereich der Harmonie zwischen Geist, Seele und Leib)
- Musikalische Entfaltung

Folgende Formen der pädagogischen Arbeit helfen uns, dies den Kindern zu vermitteln:
- Geschichten aus der Kinderbibel kennenlernen und den Bezug zum Alltag herstellen - Christliche Feste, wie Weihnachten und Ostern mit den Kindern gestalten und feiern - Morgenkreis mit christlichen Liedern und Gebet - Gebete vor dem Essen als Dank an Gott, dass er uns versorgt - Singkreis mit christlichen Liedern - Gestalten von Familiengottesdiensten - Vorbildwirkung der ErzieherInnen: Die persönlichen Wert- und Normvorstellungen sind an christlichen Werten und dem biblischen Menschenbild orientiert - Verantwortungsvoller Umgang mit der Natur: Der Natur als Gottes Schöpfung erkennen und begegnen im Garten, bei Spaziergängen, Waldtagen, innerhalb von Projekten

Gemeinschaft

Eine liebevolle und respektvolle Gemeinschaft ist Voraussetzung für die gesunde und ganzheitliche Entwicklung des Kindes und für eine erfolgreiche Bildungs- und Erziehungspartnerschaft mit den Eltern. Zum Wohle des Kindes stehen wir deshalb auch Familien unterstützend, beratend und ergänzend zur Seite. Die ersten Jahre im Leben eines Kindes sind für seine gesamte Entwicklung von entscheidender Bedeutung. Für die Persönlichkeitsentwicklung ist die Geborgenheit des Kindes in der Familie die wichtigste Voraussetzung. Die Bibel spricht von der grundlegenden Bedeutung der Familie als Nest für die Kinder, in der Geborgenheit, Akzeptanz und Liebe gelebt werden. Deshalb soll die Erziehung in der Kita eine Ergänzung und Begleitung zur Familienerziehung sein, kein Ersatz.
Folgende Formen pädagogischer Arbeit helfen uns, dies umzusetzen:
- Aktivitäten im Tagesablauf mit den Kindern wie Spielen, Singen, gemeinsames Essen, Ausflüge, gemeinsame Feiern
- Geregelter Tagesablauf mit Ritualen-Gestaltung der Gemeinschaft der Kinder untereinander durch regelmäßige Kontaktmöglichkeiten im Freispiel, Morgenkreis, bei Angeboten
- Aktivitäten mit den Eltern und Kindern zusammen wie Sommerfest, Ausflüge,
- Aktivitäten mit Eltern und ErzieherInnenwie Elternabende, Gespräche, Hospitationen
- Angebote für Eltern wie Elterntreffs, Eltern-Kind-Spielgruppe-Elternmitarbeit

Beziehung

Vertrauensvolle Beziehungen sind Grundlage für ein Lernumfeld, in dem sich das Kind wohl fühlt und sich individuell nach seinen Gaben und Fähigkeiten entwickeln kann.
Jedem Kind mit Liebe und Akzeptanz zu begegnen ist für uns deshalb von elementarer Bedeutung. Wir legen in unserer pädagogischen Arbeit hohen Wert auf Verlässlichkeit, Sicherheit und Struktur in der Betreuung, welche Grundlagen zum Aufbau positiver Beziehungen und Bindung sind. Durch liebevolle Zuwendung, Hilfe, Interesse und Ermutigung geben wir den Kindern Orientierung, Halt und Sicherheit. Zuverlässige und tragfähige Beziehungen sehen wir zudem als Hilfe für die positive Gestaltung von Übergängen (Beginn der Betreuung, Austausch im Alltag, Abschied aus Kita), die Kinder und auch Eltern bewältigen.  

Musik

Musik ist in ihren verschiedenen Erlebens-und Ausdrucksformen natürlicher Begleiter unseres Kita-Alltags. Über spielerisches Musizieren wird eine freundliche Lernatmosphäre geschaffen, in der die Kinder, über das sinnliche und ganzheitliche Erleben, in ihren Entwicklungsprozessen gefördert werden. 
Die musikalischen Angebote in unserer Kita werden so geplant, dass sie den jeweiligen Spielbedürfnissen und Spielformen der Kinder entsprechen:
- Die Einrichtung eines Musikzimmers, in dem u.a. Instrumente erforscht und ausprobiert werden können, indem Musik gehört werden kann
- Angebote für Bewegung, Rhythmik und Tanz
- Singkreis mit Instrumentalbegleitung - Lieder, Singspiele, Klanggeschichten werden in die Aktivitäten des Tagesablaufs (Morgenkreis, Projekte, Angebote, etc.) eingeplant
- musikalische Aktivitäten aus dem Handeln und Spielen der Kinder entstehen lassen
- Jeder Ort der Kita ist ein Musik-Ort, denn Musik begleitet uns durch den Alltag
- Die ErzieherInnen schaffen Raum und Rahmen dafür, dass Kinder musikalisch selbsttätig aktiv werden können - Die ErzieherInnen sind im Bereich der musikalischen Früherziehung besonders geschult.
- Gestaltung von musikalischen Aufführungen
- Möglichkeit ab 4 Jahren für Flöten und Klavierunterricht während der Kita-Zeit.

Bewegung

Für eine harmonische und gesunde Entwicklung spielt Bewegung eine entscheidende Rolle in der Kindheit. Wir wollen deshalb dem Grundbedürfnis der Bewegung jedes Kindes ausreichend Raum und Möglichkeiten geben, so dass Freude und Spaß an Bewegung erlebt wird. Bewegung als grundlegende und lebenswichtige Funktion des Menschen, spiegelt sich in dem Verhalten von Kindern wieder. Sie bewegen sich gerne, sie laufen, klettern, balancieren, springen, wann immer sie die Möglichkeit dazu haben. Aus Lust, Interesse und Freude spielen und bewegen sich Kinder und setzen sich in dieser Form, mit der materiellen und personalen Umwelt auseinander. Deshalb ist es uns wichtig, den Kindern genügend Raum und Möglichkeiten für Bewegung zu geben, damit sie ihrem natürlichen Drang nach Bewegung ausleben, ihre körperlichen Fähigkeiten ausprobieren und verschiedenste Körper-und Bewegungserfahrungen machen können.

Spiel

Kinder entdecken das Leben spielend. Wir bieten den Kindern die Gelegenheit spielerisch viele Erfahrungen zu machen, indem wir eine Atmosphäre schaffen, in der das Kind dazu angeregt und begleitet wird. Der Orientierungsplan Baden-Württembergs verdeutlicht, dass das Spiel des Kindes Grundlage für alle Lernerfahrungen ist. "Spielen und Lernen sind bei kleinen Kindern untrennbar miteinander verbunden" ist eine der Grundaussagen. In unserer Arbeit ist es uns deshalb wichtig, dem Spielen als Grundbedürfnis und Haupttätigkeit von Kindern einen besonderen Stellenwert zu geben. Im Spiel machen Kinder bedeutsame Erfahrungen und lernen dadurch grundlegende Fähigkeiten für ihr Leben.
Die ErzieherInnen begleiten das Spiel durch Beobachten, wodurch sie erfährt was die Kinder brauchen und welche Interessen sie verfolgen, durch Anspielen indem sie Material bereithält und Kinder wenn nötig zum Spiel animiert oder durch Mitspielen, indem sie ganz Spielpartnerin ist, aber auch stets den Blick auf die anderen Kinder gerichtet hat. Somit unterstützten die ErzieherInnen die Spiel-und gleichzeitig Bildungsprozesse des Kindes. Und das Kind erlebt dabei Erwachsene, die Vertrauen in seine Fertigkeiten und Fähigkeiten setzen.